Verkauf der Stadtmühle Annweiler

Brief an Herrn Wollenweber:

Sehr geehrter Herr Wollenweber,

nachdem wir mit großer Sorge sehen müssen, wie die Innenstadt mehr und mehr verwaist, indem immer mehr Ladenlokale in Wohnungen umgewandelt werden, möchten wir dieser Entwicklung entschieden entgegentreten.

Uns ist klar, dass die Einkaufsmöglichkeiten sich mittlerweile an die Peripherie der Stadt verlagert haben und dies nicht umkehrbar zu sein scheint.
Nach unserer Auffassung kann eine Innenstadt deshalb nur mit Hilfe von Vereinen und Gaststätten lebendig und besuchenswert gestaltet werden.

Deshalb möchten wir die Möglichkeit nutzen, die die Stadtmühle für die Intention der Belebung der Altstadt zu bieten scheint.
Wir bitten daher den Rat, die Verkaufsabsicht der Stadtmühle zunächst für ein Jahr zurückzuziehen. In dieser Zeit soll in einem Moratorium geprüft werden, ob eine für die Stadt tragfähige Lösung gefunden werden kann.
Wir stellen uns die Verwendung der Stadtmühle als Bürgergemeinschaftshaus in Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen „Hohenstaufensaal“ und Queichhambacher Bürgerhaus vor.

Sollte die Stadtmühle verkauft werden, wird auch das Ende des ältesten Chores der Pfalz als Hauptnutzer absehbar sein.

Im Auftrag des Vorstandes B90/Grüne Annweiler

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Karch

 

2 Responses to “Verkauf der Stadtmühle Annweiler”

  1. Günter Hirschmann sagt:

    Ein solches Verkaufs-Moratorium könnte die Gelegenheit bieten, im Rahmen eines umfassenderen Plans für die Stadtentwicklung auch ein Nutzungs-Konzept für die Stadtmühle zu erarbeiten und in der Bevölkerung zur Diskussion zu stellen.

    Leider aber scheinen die Stadträte nicht viel davon zu halten. Warum sonst haben Sie im Budget-Plan die Mittel für Stadtmarketing auf einen lächerlichen Symbol-Betrag von 3.000 Euro gekürzt?

    Günter Hirschmann

    • Lieber Herr Hirschmann,
      ich freue mich über das oben Gesagte und gleichzeitig bin ich höchst verwundert. Der Vertreter der Grünen hat sich im Haupt- und Finanzausschuss auf die Seite der CDU, FDP und FWG gestellt und diese unsägliche Kürzung offensichtlich mit getragen. Nur die SPD Fraktion hat sich vehement gegen die Kürzung ausgesprochen – und wir werden weiter dafür kämpfen. Sollten die Grünen sich zwischenzeitlich besonnen haben, wäre dies ja sehr zu begrüssen. Wenn man diese Kürzung aus Spargründen mitträgt, aber gleichzeitig die Umwandlung der Stadtmühle in ein weiteres Bürgerhaus fordert, dann passt hier etwas nicht zusammen. Wir werden das Abstimmunsgverhalten Ihrer Stadträte am 25. Januar bei der Beschlussfassung des Haushalts sehr genau beobachten.

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